jiaogulankrautderunsterblichkeit

Jiaogulan, das Kraut der Unsterblichkeit, stammt aus Mittelasien und war dort schon sehr lange bekannt, bevor es europäische Forscher unter seinem lateinischen Namen Gynostemma pentaphyllum botanisch einstuften. Chinesen, Malaysier und Koreaner halten Jiaogulan Tee für wesentlich wirksamer als beispielsweise Ginseng. Die wissenschaftliche Sensation, die zur Bezeichnung als Kraut der Unsterblichkeit führte, gab es durch chinesische Forscher aber erst in den 1970er Jahren, als diese die Jiaogulan Wirkung nachwiesen.

Einordnung und Geschichte von Jiaogulan

Schon seit Jahrhunderten trinken Chinesen den bekömmlichen Jiaogulan Tee, der sich aus der ausdauernden Schlingpflanze unproblematisch herstellen lässt. Die Wissenschaft wurde auf die Jiaogulan Wirkung aufmerksam, weil in der Provinz Guizhou selbst für chinesische Verhältnisse ungewöhnlich viel 100-Jährige leben. Den Zusammenhang mit dem täglichen Genuss von Jiaogulan Tee belegten chinesische Forscher mit validen Methoden, bei denen sie genetische und sonstige Umwelteinflüsse ausschlossen. Seither setzte sich der (schon vorher bekannte) Name Kraut der Unsterblichkeit endgültig durch, für den es auch die Schreibweise Jiao Gu Lan und Namen wie Frauenginseng, Amachazuru (Japan), Five Leaves Ginseng, Xiancao (China) oder Miracle Grass gibt. Rein botanisch handelt es sich bei Gynostemma pentaphyllum um ein Kürbisgewächs, das als Schlingpflanze außer in China und Taiwan auch in Japan, Thailand, Korea und dem gesamten malaysischen Raum zu finden ist. Die Pflanze schlingt sich an kleinen Bäumen und Sträuchern empor, gedeiht bis zu einer Höhe von 3.200 über dem Meeresspiegel und bildet unter günstigen Bedingungen regelrechte Dickichte. Die Chinesen kannten sie seit etwa 1400 n.Chr., allerdings verlor die Traditionelle Chinesische Medizin kein Wort über die Jiaogulan Wirkung. Im Jahr 1976 schließlich führte die Volksrepublik China eine große Volkszählung durch und registrierte dabei in ihren Provinzen Guizhou, Shicuan und Guangxi überdurchschnittlich viele 100-Jährige, was chinesische Wissenschaftler zu intensiven Forschungen veranlasste. Dabei stellten sie fest, dass in diesen Regionen täglich Jiaogulan Tee getrunken wird, womit die Jiaogulan Wirkung als Kraut der Unsterblichkeit offensichtlich bewiesen war, denn Genetik, Klima und sonstige Umweltstoffe konnten definitiv ausgeschlossen werden.

Aussehen und Verwendung

 

 

Die als Kraut der Unsterblichkeit titulierte Pflanze ist wuchs- und kletterfreudig, kann acht Meter hoch werden und bliebt im Winter bis -17° Celsius frosthart, wobei die Bestandteile über dem Boden absterben und alljährlich neu austreiben. In Mitteleuropa rankt sie an entsprechenden Hilfen bis rund drei Meter hoch, sie bildet grazile, fünfgliedrige, immergrüne Blätter und sternförmige Blüten aus und wirkt auch als Zierpflanze ansprechend. Die Früchte sind dunkelgrün bis schwarz, nur 5 – 8 mm klein und rund. Man nutzt die Blätter zum Aufbrühen von Jiaogulan Tee, wofür frische und auch getrocknete Bestandteile verwendet werden. Es ist unproblematisch möglich, sich die Pflanze im Garten zu halten. Tee aus frischen Blättern schmeckt leicht süßlich und relativ exotisch-angenehm mit Anklängen an Ginseng und Lakritze, was auf den Anteilen an Gypenosiden und Ginsenosiden beruht. Diese sind auch hauptverantwortlich für die Jiaogulan Wirkung, die als äußerst stresslindernd beschrieben wird. In diesem Zusammenhang wird Herzkrankheiten vorgebeugt, der Blutdruck und der Cholesterinspiegel werden optimal eingestellt, auch wirkt Jiaogulan blutbildend, stärkt das Immunsystem und senkt den Blutzucker. Schlafstörungen werden wirksam unterbunden, was auch gegen andauernde Müdigkeit hilft, ebenso schreiben die Chinesen selbst und europäische Experten dem Kraut einen krebshemmenden Effekt zu. Last, not least lieben die Anwender die Stoffwechsel fördernde Wirkung der chinesischen Wunderpflanze.

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